Wie kann ich meine Online-Meetings, Online-Seminare und Online-Workshops besser strukturieren?

Hier ein paar Tipps zum Verbessern der Online-Veranstaltungen. Starten wir mit den klassischen W-Fragen.

  1. Warum treffen wir uns zum Online-Meeting bzw. Online-Workshop?
    Stellen Sie die Frage nach dem „warum“. Warum kommen Teilnehmerinnen in die Veranstaltung? Wollen sie etwas lernen, dann geht es um ein Online-Seminar, auch Online-Live-Seminar genannt. Wollen Sie sich über etwas klar werden und etwas gemeinsam erarbeiten, dann um einen Online-Workshop. Brauchen Sie Information, Klarheit und konkrete Entscheidung, dann um ein Online-Meeting.
  2. Dauer der Veranstaltung klären: Wie lange?
    Generell gilt für Online-Formate: Vor dem Bildschirm sinkt die Aufmerksamkeit schneller als im persönlichen Kontakt. Deshalb empfiehlt es sich, kürzere Einheiten zu planen und mehr Pausen einzubauen. Im Gegensatz zur Präsenzveranstaltung machen wir im Online-Event nach maximal 45 Minuten 15 Minuten Pause anstatt nach 90 Minuten. Ist die Luft raus, besteht ja auch die Möglichkeit, der Thema in mehreren Sessions zu behandeln.
  3. Was ist meine Rolle? Was die Rolle der Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
    Manche Moderatoren übernehmen für alles Verantwortung, auch für das Gelingen. Andere befähigen die Gruppe und arbeiten mit wechselnder Moderation.
    Aus der Praxis können wir sagen, dass es durchaus mehrere Moderatoren braucht.
    – Wer führt durch das Programm?
    – Wer beobachtet den Chat und beantwortet die Fragen?
    – Wer unterstützt die Gruppenarbeit im Online-Workshop?
    – Wer ist der technische Support?
  4. Mit welcher Plattform führen wir die Veranstaltung durch? Womit?
    Viele Unternehmen haben ihren hauseigenen Standard: Microsoft Teams oder GoToMeeting. Wir nutzen ZOOM. Trotz aller Kritik sind viele Menschen mit dem Tool vertraut. Eine vertraute Plattform senkt die Einstiegskosten für die Teilnehmer. Das ist nicht zu unterschätzen
  5. Der Technik-Check
    Ist die erforderliche Ausstattung vorhanden? Webcam, Mikrofon oder Headset, Tool
    – Bin ich zu hören
    – Bin ich zu sehen
  6. Holen Sie die Teilnehmer zu Beginn, in der Mitte und am Ende immer wieder ab.
    Wie im Präsenzmeeting hilft uns zu Beginn der Small-Talk. Wie ist das Wetter bei ihnen? Was möchten sie heute lernen? Mittendrin: Ist das Thema verständlich rübergekommen? Haben sie Fragen? Zum Schluss: Call to action, senden Sie eine klare Handlungsaufforderung. Was ist der nächste Schritt?
  7. Die Retrospektive ist wichtig.
    – Was ist gut gelaufen?
    – Was hat mir gefallen?
    – Was würde ich verbessern?
    – Was machen wir beim nächsten Mal anders?