In 7 Schritten zum unfähigen Chef

Ein guter Chef zu sein ist schwer und äußerst anstrengend. Um den vielen hohen Anforderungen gerecht werden zu können, wird Führungskräften eine ganze Menge abverlangt. Ein guter Chef soll schließlich nicht nur die Führung eines Unternehmens übernehmen, gesteckte Ziele erreichen und die unternehmerische Art zu Denken und zu Handeln einwandfrei beherrschen. Stattdessen gehören auch die Motivation und aktive Unterstützung der Mitarbeiter, eine ausgeprägte Kommunikationsbereitschaft und ein offenes Ohr für die Sorgen, Ängste, Probleme und Bedürfnisse der Angestellten zu den Eigenschaften, die einen guten Chef auszeichnen.

Dass es jedoch auch anders geht zeigt aktuell der US-Präsident und Milliardär Donald Trump, der beinahe ausschließlich Schlagzeilen mit seinem interessanten und eher untypischen Führungsstil macht. Präsident Trump führt nach Lust und Laune und scheint dabei das Chef Sein einfach zu genießen. Das wollen Sie auch tun? Kein Problem. Befolgen Sie einfach unsere nachstehend genannten Tipps und wir garantieren Ihnen, dass Sie sich binnen kürzester Zeit zu einem unfähigen Chef entwickeln werden.

1. Unverbindlichkeit

Wichtige Informationen sollte Sie stets für sich behalten. Ihre Mitarbeiter haben überhaupt gar kein Recht darauf, in alles eingeweiht zu werden und denselben Kenntnisstand wie Sie zu erhalten. Sie allein sind der Chef. Solange Sie Bescheid wissen ist alles im grünen Bereich.

2. Unfaires Verhalten

Fairness und Rücksichtnahme haben in Ihrem Wortschatz künftig nichts mehr zu suchen. Sie haben genug mit sich selbst zu tun, da ist es schlicht unmöglich Rücksicht auf die Bedürfnisse und Sorgen Ihrer Mitarbeiter zu nehmen. Wer Ihnen gegenüber stets loyal ist, Ihren Anweisungen stillschweigend Folge leistet und niemals Kritik übt, wird bei der Abstimmung von Urlaubstagen, Gehaltsverhandlungen und ähnlichen Dingen bevorzugt. So ist der Lauf der Dinge.

3. Mikromanagement

Als Chef ist es Ihr Job, Anweisungen und Aufgaben zu verteilen. Umso mehr Sie hierbei ins Detail gehen und die Leistungen Ihrer Mitarbeiter genaustens kontrollieren desto besser. Sie als Chef treffen alle Entscheidungen ausschließlich allein und sind nicht auf die Hilfe oder Unterstützung Ihrer Angestellten angewiesen.

4. Zuhören unterlassen

Als Chef werden Sie dafür bezahlt das Sagen und das Kommando zu haben. Es ist daher nicht notwendig, Angestellten oder Mitarbeitern gegenüber Verständnis und Interesse zu zeigen. Zuhören gehört ganz sicher nicht zu Ihren Aufgaben, also verschwenden Sie keine Zeit mit den Problemen anderer. Zuhören wirkt schwach und unterwürfig. So wollen Sie ganz sicher nicht gesehen werden.

5. Daten, Zahlen und Fakten

Sollte in Ihrem Unternehmen einmal etwas schieflaufen, so sprechen die Fakten eindeutig für sich. Verschwenden Sie keine Zeit damit, möglichen Problemen auf den Grund zu gehen oder die Ursachen zu identifizieren. Stattdessen sollten Sie sich auf das einzig wichtige konzentrieren: Daten, Zahlen und Fakten. Wie es ihren Mitarbeitern mit der Situation ergeht ist für Sie nicht von Belang.

6. Entscheidungen hinauszögern

Ohne Entscheidung keine Verantwortung. Getreu diesem Motto sollten Sie bevorstehende Entscheidung so weit hinauszögern wie nur irgendwie möglich. Erst auf den aller letzten Drücker entscheiden Sie aus dem Bauch heraus. Eine intensive Vorbereitung und das Abwägen möglicher Folgen auf Mitarbeiter oder Arbeitsklima brauchen Sie nicht weiter zu berücksichtigen.

7. Sie sind etwas Besonderes!

Sie sind der Chef und ohne Sie läuft gar nichts. Sie sind der Star des Unternehmens und müssen immer und überall dabei sein. Ihre Anwesenheit allein ist ein Segen für alle Mitarbeiter und diese können sich glücklich schätzen, dass Sie bei Ihrem vollgepackten Terminkalender die Zeit finden, ihre organisierten Meetings und Besprechungen zu besuchen.